DAS GROSSE “GUTER-WIND-ABWARTEN”

Na ja, der Winter ist jetzt windtechnisch gesehen nicht gerade der optimalste Zeitpunkt, um durch die Biskaya zu segeln. Nachdem wir beide nicht – noch nicht – die absoluten Segelprofis sind (eigentlich bin ich das totale Greenhorn) – haben wir beschlossen, uns professionellen Beistand an Bord zu holen, der meine “Watches” (Wachen) übernimmt. Normalerweise werden diese Boote zum Hafenplatz des Eigners von Überstellcrews geliefert. Nachdem wir das Boot selbst übernommen haben, hat uns Pavol (ein erfahrener Übersteller), der in den vergangenen 3 Jahren schon 17x die Biskaya überquerte, begleitet.

Von nun an war unsere täglich wichtigste Information das Wetter. Wie stark wird der Wind in den nächsten 3 Tagen? Woher kommt er? Woher kommen die Wellen? Wie hoch sind sie? All diese Informationen sollten wir haben, um unversehrt anzukommen.

Das letzte gute Wetterfenster konnten wir nur kurzfristig ausnützen. Als wir während der Fahrt festgestellt haben, dass der Windmesser Aussetzer hatte, beschlossen wir, nach ca. 50 Meilen wieder umzukehren und den Schaden reparieren zu lassen. Das Risiko ohne dieser Wind-Information zu fahren, war uns einfach zu riskant.

WARTEN………………………………

Wettercheck die zweite. Pavol und Egon berieten sich intensiv und trotz einiger Widrigkeiten entschieden wir uns, nicht zu warten bis der Wind achterlich kam und die Wellen keine waren. Nachdem unser tschechischer Käpitän doch einige Erfahrung mitbrachte, wusste er, was er diesem Boot zutrauen kann.

Die Entscheidung ist gefallen: Leinen los 6. März 2020, die Voraussagen sind 30-40 Knoten “auf unser Näsle” und 5-7 m hohe Wellen. Let the challenge beginn.

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