Cevice

Rezept Marinade:

Saft von 4 Limetten und 4 Zitronen

2 rote Zwiebeln

2 Jungzwiebeln (wenn sie groß sind , sonst einfach 4 Stück)

20 g Ingwer

200 ml Wasser

1 Stangensellerie

20 g Korianderblätter

Den Saft der Zitronen und Limetten mit den Zwiebeln, dem Ingwer, dem Wasser mischen und über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Am nächsten Tag passieren und abschmecken.

Die zugeputzen und in mundgerechte Stücke geschnittenen Fischfilets (ich habeThunfisch, Scampi, Jacobsmuscheln und kalten gekochten Pulpo ausgekühlt verwendet) mit dem Zwiebelsud bedecken und ca. 1 Stunde stehen lassen.

Die Stangensellerie klein schneiden, Champignons fein blätterig schneiden, rote Paprika in kleine Würfeln schneiden. Griechisches Joghurt mit einen Spritzer Olivenöl und Salz vermischen und auf dem Teller eine dünne Schicht streichen. Fischstücke und Muschelscheiben, sowie Scampistücke darauf verteilen. Mit den Champignons und Paprika anrichten und die feinen Würfeln darauf verteilen.

Gut schmecken auch Jungzwiebeln, Radieschen oder Rettich dazu. Je nach Geschmack. Einfach mit ein wenig Salz würzen und Olivenöl beträufeln und mit anrichten.

Entrecôte Rosmarinkartoffeln Kräuterbutter Fenchel

Hierfür habe ich kein Rezept per se, mein Tipp ist einfach eine gute Qualität zu verkochen. Die Kartoffeln sind “Heurige”, die Kräuterbutter ist selbst gemacht und den Fenchel habe ich im Dampfgarer vorgegart und anschließen in Olivenöl angebraten.

Beim Fleisch ist es einfach wichtig ein gut abgehangenes Stück zu verwenden, egal ob es ein Entrecôte oder Filet o.ä. ist. Ich habe das Fleisch “Sous Vide” vorgegart und anschließend scharf angebraten.

Zitronengugelhupf

Rezept:

350 g Zucker

350 g Mehl

350 g Butter

6 Stück Eier

Zitronenabrieb von 2 Biozitronen (auch diese heiß abwaschen)

100 ml Zitronensaft

1 Pk Backpulver

1 Pk Vanillezucker

Die Eier schaumig rühren, Butter, Zucker, Zitronensaft zufügen. So lange rühren, bis eine schöne cremige Masse entsteht. Mehl und Backpulver separat vermengen und unter den Teig heben.

Den Teig in eine gefettet und bemehlte Gugelhupfform füllen und mindestens 60 Minuten bei 180 Grad im vorgeheizten Backrohr bei Oberhitze und Unterhitze backen. (Nadelprobe machen)

Noch heiß stürzen, dann erkalten lassen und anschließend mit Staubzucker bestreuen.

Dieser Kuchen schmeckt auch am nächsten Tag super, falls er es überlebt.

Lachsquiche

Rezept:

1 Quicheteig (ich habe diesen Teig fertig gekauft, es gibt einen fertig runden mit dem Durchmesser von 24 cm)

250 g Creme fraiche

4 Eier

70 g Butter

150 g Lauch

150 g Räucherlachs

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Lauch fein schneiden und in der Butter glasig anschwitzen und auskühlen lassen. Lachs in dünne Streifen schneiden. Die Eier mit der Creme frâiche verquireln, den Lachs und den ausgekühlten Lauch unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss mischen.

Die Quicheform mit Trennfett aussprayen, und mit dem Quicheteig auskleiden. Die Masse einfüllen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C für ca. 45 – 60 min backen.

Entenbrust Ratatouille Polentasoufflé

Rezepte

Entenbrust:

2 weibliche (ich mag sie lieber weil sie zarter und kleiner sind, daher auch schneller garen)

2 Thymianzweige

grobes Salz – ich verwende am liebsten Maldon

2 Spritzer Kürbiskernöl

Nylonfolie zum einrollen und vakumieren

Die Entenbrüste zuputzen. Auf der Unterseite salzen, Thymianblätter abrebeln, in der Mitte darüberstreuen und ebenfalls in der Mitte Kürbiskernöl darüberträufeln – aufpassen es sollte nicht danebenlaufen, damit die Folie hält. In die Nylonfolie ohne Luftblasen einrollen und auf der Seite zuknöpfen. In den Sousvide Garer bei 48°C ca. 1 – 1,5 Std garen.

Ratatouille:

Ich mag es, wenn das Gemüse sehr klein würfelig geschnitten ist – siehe Bild oben – zum einen sieht es hübsch aus wenn man es anrichtet und zum anderen gart es rascher. Also ich nehme

je 1 rote, gelbe, und grüne Paprika

3 Auberginen (Melanzani)

3 Zuchhini

500 ml – 750 ml Tomatensauce

Rosmarin

Oregano

Chili

Salz

Zucker

Pfeffer

2 – 3 Jungzwiebeln

3 Zehen Knoblauch

Die Zwiebeln und den Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, bzw. ein bisschen mehr aber nicht dunkel. Auberginen dazugeben – Achtung die saugen viel Öl, also noch zugiessen bevor es verbrennt und austrocknet. Ein bisschen anrösten lassen und Paprika hinzugeben und zum Schluss die Zucchini. Würzen und mit einem Schluck Rotwein ablöschen wenn zur Hand, Suppe geht auch wenn man keinen Wein mag. Alles ein bisschen reduzieren lassen und mit Tomatensauce aufgiessen und langsam lange köcheln lassen bis alles eingekocht ist. Abschmecken nicht vergessen.

Polentasoufflé:

nachdem ich immer wieder Eiweiss übrig habe bzw. dies immer sammle und 2-3 einfriere, rate ich euch dazu. Dieser Auflauf funktioniert immer und schmeck echt super gut zu Gemüse – auch ohne Fleisch.

100 g Polentafix

250 ml Sahne

Salz Pfeffer Muskatnuss

2-3 Eiweisse

Trennfett für die Formen – ich habe Silikon-Muffinförmchen zum Backen verwendet.

Sahne aufstellen und würzen

vor dem Aufkochen die Polenta einrieseln lassen und mit dem Schneebesen und ständigem Rühren vermischen, vom Feuer nehmen und weiter rühren bis es ausgekühlt ist. Während dessen den Eischnee aufschlagen (mit einer Prise Salz wird er steifer) und unter die ausgekühlte Masse heben. In die mit Trennfett gespritzten Formen verteilen und bei 140°C ca. 35 min backen.(eine Metallschüssel mit Wasser in den Backofen hineinstellen) (bei einem Kombidämpfer 40% Dampf verwenden)

CADIZ – PUERTO SHERRY – PANTALAN F – nr 60-62

Tja, es war niemands Plan, irgendwo festzusitzen, in Quarantäne zu sein und die Pandemie auszustehen. Dennoch, es ist wie es ist. Und – jeder muss für sich das Beste daraus machen. Wir wollten weitersegeln, und wir wollten …

Pavol, unser Profiskipper war ja auch noch hier. Er hatte die nächste mögliche Gelegenheit angenommen, um wieder in die Tschechei zu kommen. Die Botschaft hatte ihm einen Platz in einem Bus mit Erasmusschülern organisiert, so konnte er am 5. April endlich heimfahren. Er war überglücklich, obwohl er eine brutale Autobusfahrt vor sich hatte, ca. 50 Stunden non stop.

Von nun an waren wir alleine und obwohl wir uns eigentlich nicht wirklich bewegen durften, außer zum Einkaufen, und das alleine, war uns nicht einmal langweilig oder gereizt oder genervt.

Ich kochte, versuchte mich mit Babbel in Spanisch, hatte mein Kindle immer in Griffweite und erledigte die üblichen Hausarbeiten wie Wäsche waschen, bügeln, putzen. Und schon war der Tag wieder vorbei. Ah ja, und spleißen – kann ich jetzt auch schon.

Egon beschloss unsere beiden “Heckzimmer” herzurichten – mein Sewing-corner und Egons Dive-Corner. Es gab neue Stiegen, statt einer Zehen vernichtenden Aluminium Sprossenleiter, Führungen für unsere E-Scooter, Regale für den Heckrumpf; Aufhängungen für die Leinen und für die Taucherausrüstung uvm.

In den Nachrichten verfolgten wir die Corona-Situationen in den verschiedenen Ländern. Dementsprechend vorsichtig bewegten wir uns zum Einkaufen, andere Kontakte hatten wir nicht. Mund-/Nasenschutz hab ich selbst genäht. Wir telefonierten sehr viel mit Familien und Freunden, diskutieren über Corona und kamen alle zum selben Ergebnis – Durchhalten heißt die Devise.

DIE REISE GEHT WEITER – KURS AUF GIBRALTAR

Dienstag, 10. März 2020

Ausgeschlafen waren wir wieder und nach einem guten Frühstück kam der Volvo-Mann um unseren 100-Stunden-Garantie-Service abzuwickeln. Egon hatte bei unserer Ankuft am Vorabend mit einer Angel und Zubehör geliebäugelt. Währenddessen wir die “Volvos” an Bord hatten, hat Egon mit Pavol die Zeit genützt, zu diesem Geschäft vor dem Hafen zurückzukehren um diese “Fishingtools” zu kaufen. Na vielleicht klappt es ja mit dem Abendessen a la Sushi 😉

Ready to go hieß es anschließend wieder. Schwimmweste wieder an, die Fender wurden eingeholt und los geht’s. Das Wetter war um Welten besser geworden, mir war wieder gut und ich freute mich auf unser nächstes Ziel – Gibraltar. Die Reise begann ein bisschen wackelig aber nicht stürmisch, der Wind war bei etwa 10/15 Knoten gegen uns und das Motoren blieb uns wieder einmal mehr nicht erspart. Am nächsten Tag war es dann noch weniger Wind und die Welle kam von hinten bis wir am Freitag schließlich gar keinen Wind mehr hatten, also ca. 5 Knoten… Dennoch gaben wir nicht auf, unsere Segeln zu setzen – hahaha- alle möglichen Kreationen wurden ausprobiert.

Die Fahrt war sehr schön, ich begann endlich zu genießen, wunderschöne Eindrücke, wunderschöne Momente, wunderschöne Welt!

Diese Delphine begleiteten uns ein Stück weit, ich war fasziniert. Noch nie in meinem Leben habe ich diese Tiere in der freien Natur gesehen. Sie waren so nah und so schön – ich war so sehr glücklich.

Als wir dann am Freitag, den 13. März 2020 in Küstennähe Internetempfang hatten, empfingen wir verschiedene Informationen und Nachrichten bezüglich Corona. Unter anderem, dass die Häfen voraussichtlich schließen. Handeln war jetzt angesagt. Ca 20 Meilen vor Cadiz rief Egon einen Freund an, der dort in der Nähe wohnt. Er riet uns den Hafen von Santa Maria – “Puerto Sherry” – den Nachbarhafen von Cadiz – anzusteuern und dort anzulegen.

Am 16. März gingen alle Grenzen in Spanien und in vielen anderen Ländern der Welt zu – und die Häfen auch. CORONA HAT DIE WELT IM GRIFF.

Ein bisschen paralysiert, aber dennoch froh, waren wir erst einmal, sicher in diesem Hafen sein zu dürfen.

Bauernrösti

Rohe Kartoffeln reiben, mit Salz, Pfeffer, Kümmel und evtl Majoran würzen, geröstete Zwiebeln und Speck darunterheben und mischen. Ich mags auch gerne wenn ein bisschen Bergkäse darunter gemischt wird.

in einer Guten Pfanne beidseitig goldbraun langsam durchbraten.

Ein Spiegelei macht sich gut darüber oder zwei oder drei 😉

LEINEN LOS Richtung Vigo (E)

au revoir La Rochelle ……

Um loszufahren, mussten wir am Vortag den Tidenkalender genau studieren, denn im Hafen von Minimes ist der Wasserstand bei Ebbe gerade einmal 1,4 m, und das ist für unser Schiff definitiv zu wenig.
Also Freitag, 6. März 2020 in der Früh fuhren wir los. Ausgestattet mit Ölzeug, Lifeline, Schwimmwesten, wasserfesten Stiefeln, Handschuhen, Wollmützen. Es war kalt, der Wind war wirklich, wie vorausgesagt mit fast 30-35 Knoten gegen uns und die Wellen waren brutal. , Ich wusste nicht wie hoch die Wellen waren, aber wenn ich es mit einem Einfamilienhaus vergleichen würde, würde ich sagen, sie hätten das Dachgeschoß locker erreicht, manchmal auch darüber. Ich kam mir vor wie in einer 18kg Waschmaschine, die halb voll war und im Dauerschleudergang eingeschaltet war. Leider musste ich feststellen, dass ich dieser Art von Segeltörn nicht viel abgewinnen kann, aber es musste sein. Wir mussten dieses Gebiet durchqueren. Mir war einfach schlecht, richtig schlecht. Geholfen hat mir ein Pflaster “Scopoloterm” und schlafen. Nach ca. 50 Stunden “Dilirium” habe ich mich wieder erfangen und konnte zumindestens aufrecht sitzen. Das Gehen und stehen in dieser Schiffschaukel ließ mein Kreislauf noch nicht ganz zu, aber ich fühlte mich wenigstens wieder wie ein Lebewesen und nicht wie ein weißer Waschlappen zwischen 90° Handtüchern in der größten Waschmaschine der Welt.
Nach 71 Stunden kamen wir dann nicht wie geplant in Vigo – sondern in A Coruna an. Nachdem der Wind unermüdlich gegen uns kämpfte, oder wie gegen ihn, mussten wir früher abbiegen. Zum Einen war unsere Treibstoffanzeige fast im roten Bereich und zum Anderen war ein 100 Std Volvo Garantie Service zu machen.
Leider schafften wir aufgrund der Windstärke es nicht, die Segel zu setzten. Es war einfach zu gefährlich, deshalb musste unser Motor ganze Arbeit leisten, und das tat er auch.

Als wir nach diesen 3 Tagen und Nächten unversehrt in A Coruna ankamen, feierte ich mich, und die Crew war sichtbar erleichtert, dieses wirklich anstrengende Schifffahrtsgebiet bewältigt zu haben.
Mir war wieder vögelewohl, und nachdem Egon gleich einen Termin mit dem Volvo-Service-Mann für Dienstag in der Früh ausgemacht hatte, beschlossen wir, nach einer ausgiebigen Dusche, uns die Füße zu vertreten und ein bisschen in die Stadt zu marschieren.
Corona hatte sich hier schon deutlich breit gemacht, es waren ziemlich leere Straßen, Plätze und die Cafes am Platz waren leer. Doch irgendwie hat noch alles gut funktioniert. Wir waren in einer “Pulperia” und froh, endlich wieder etwas Warmes auf stabilem Untergrund zu essen. Ich meine warm gegessen haben die Männer ja an Bord auch, aber… Alles gut, wir fühlten uns wohl, nahmen noch ein Eis im Vorbeigehen und steuerten wieder Richtung Boot – auf eine ruhige Nacht im Hafen.
Egon-Pavol-Watchübergabe
irgendwo in der Biskaya – es hat sich wieder beruhigt
der leere Hauptplatz in
A Coruna