DIE REISE GEHT WEITER – KURS AUF GIBRALTAR

Dienstag, 10. März 2020

Ausgeschlafen waren wir wieder und nach einem guten Frühstück kam der Volvo-Mann um unseren 100-Stunden-Garantie-Service abzuwickeln. Egon hatte bei unserer Ankuft am Vorabend mit einer Angel und Zubehör geliebäugelt. Währenddessen wir die “Volvos” an Bord hatten, hat Egon mit Pavol die Zeit genützt, zu diesem Geschäft vor dem Hafen zurückzukehren um diese “Fishingtools” zu kaufen. Na vielleicht klappt es ja mit dem Abendessen a la Sushi 😉

Ready to go hieß es anschließend wieder. Schwimmweste wieder an, die Fender wurden eingeholt und los geht’s. Das Wetter war um Welten besser geworden, mir war wieder gut und ich freute mich auf unser nächstes Ziel – Gibraltar. Die Reise begann ein bisschen wackelig aber nicht stürmisch, der Wind war bei etwa 10/15 Knoten gegen uns und das Motoren blieb uns wieder einmal mehr nicht erspart. Am nächsten Tag war es dann noch weniger Wind und die Welle kam von hinten bis wir am Freitag schließlich gar keinen Wind mehr hatten, also ca. 5 Knoten… Dennoch gaben wir nicht auf, unsere Segeln zu setzen – hahaha- alle möglichen Kreationen wurden ausprobiert.

Die Fahrt war sehr schön, ich begann endlich zu genießen, wunderschöne Eindrücke, wunderschöne Momente, wunderschöne Welt!

Diese Delphine begleiteten uns ein Stück weit, ich war fasziniert. Noch nie in meinem Leben habe ich diese Tiere in der freien Natur gesehen. Sie waren so nah und so schön – ich war so sehr glücklich.

Als wir dann am Freitag, den 13. März 2020 in Küstennähe Internetempfang hatten, empfingen wir verschiedene Informationen und Nachrichten bezüglich Corona. Unter anderem, dass die Häfen voraussichtlich schließen. Handeln war jetzt angesagt. Ca 20 Meilen vor Cadiz rief Egon einen Freund an, der dort in der Nähe wohnt. Er riet uns den Hafen von Santa Maria – “Puerto Sherry” – den Nachbarhafen von Cadiz – anzusteuern und dort anzulegen.

Am 16. März gingen alle Grenzen in Spanien und in vielen anderen Ländern der Welt zu – und die Häfen auch. CORONA HAT DIE WELT IM GRIFF.

Ein bisschen paralysiert, aber dennoch froh, waren wir erst einmal, sicher in diesem Hafen sein zu dürfen.

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