CADIZ – PUERTO SHERRY – PANTALAN F – nr 60-62

Tja, es war niemands Plan, irgendwo festzusitzen, in Quarantäne zu sein und die Pandemie auszustehen. Dennoch, es ist wie es ist. Und – jeder muss für sich das Beste daraus machen. Wir wollten weitersegeln, und wir wollten …

Pavol, unser Profiskipper war ja auch noch hier. Er hatte die nächste mögliche Gelegenheit angenommen, um wieder in die Tschechei zu kommen. Die Botschaft hatte ihm einen Platz in einem Bus mit Erasmusschülern organisiert, so konnte er am 5. April endlich heimfahren. Er war überglücklich, obwohl er eine brutale Autobusfahrt vor sich hatte, ca. 50 Stunden non stop.

Von nun an waren wir alleine und obwohl wir uns eigentlich nicht wirklich bewegen durften, außer zum Einkaufen, und das alleine, war uns nicht einmal langweilig oder gereizt oder genervt.

Ich kochte, versuchte mich mit Babbel in Spanisch, hatte mein Kindle immer in Griffweite und erledigte die üblichen Hausarbeiten wie Wäsche waschen, bügeln, putzen. Und schon war der Tag wieder vorbei. Ah ja, und spleißen – kann ich jetzt auch schon.

Egon beschloss unsere beiden “Heckzimmer” herzurichten – mein Sewing-corner und Egons Dive-Corner. Es gab neue Stiegen, statt einer Zehen vernichtenden Aluminium Sprossenleiter, Führungen für unsere E-Scooter, Regale für den Heckrumpf; Aufhängungen für die Leinen und für die Taucherausrüstung uvm.

In den Nachrichten verfolgten wir die Corona-Situationen in den verschiedenen Ländern. Dementsprechend vorsichtig bewegten wir uns zum Einkaufen, andere Kontakte hatten wir nicht. Mund-/Nasenschutz hab ich selbst genäht. Wir telefonierten sehr viel mit Familien und Freunden, diskutieren über Corona und kamen alle zum selben Ergebnis – Durchhalten heißt die Devise.

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