und weiter geht’s zur nächsten Balerischen Insel – auf nach Mallorca –

Formentera – Mallorca : die Reise dorthin dauerte nur einen Tag, früh abends kamen wir an. Ein paar mal Segel gesetzt, ein paar mal mit Motor weitergeholfen. Unser Ziel war Port Adriano – wo uns eine liebe Freundin schon von ihrem Appartement aus erwartete und per Foto empfing.

Sie begleiteten uns noch bis Donnerstag, den 25. Juni, dann fuhren Bernd und Martina mit der Fähre wieder zurück aufs spanische Festland.

Es war sehr schön mit euch zwei, vielen Dank für die herzliche Eintragung in unser Gästebuch und euer liebes Dasein. Wir haben euch sehr genossen.

Formentera – ohne Worte

Es war eine Nachtfahrt – um halbzehn abends losgefahren mit Martina und Bernd. Angekommen bei Sonnenaufgang nach 66 Seemeilen. Der Egon war wieder unser Nachtfahrer. Danke – der uns wieder so gut hierher gesegelt hat.

Wir waren alle geflasht von dieser sosehr großen Schönheit. Das Wasser, die Strände und diese Farben. Es war genial. Seht euch die Bilder an, hier muss man echt nicht mehr viel dazu sagen. Wir haben es einfach nur genossen.

erst dachten wir er wird landen, dann dachten wir er will neben uns parken, dann sahen wir, dass er wieder wegfliegt ;))))

Almerimar – Altea … unser erster längerer Schlag

abgelegt im Hafen von Almerimar um 04.15 Uhr und weil es keinen Wind gab, ist uns auch die Genua eingeschlafen. Am Vormittag hat es wieder ein wenig aufgefrischt und wir haben ganz stolz unsere Bora gesetzt und versucht, das erste mal mit Downwind zu segeln. Immerhin bis abends um sechs. Dann ging wirklich nichts mehr und wir haben unser Blechlieschen eingesetzt. Der Schlag war immerhin 182,65 nautische Meilen lang, und der Egon hat fast die ganze Nacht durchgesegelt. Ich hab zwar auch eine bescheidene Stunde geschafft aber er ist echt ein ganz ein Harter. Schließlich sind wir sicher um 09.30 in Greenwich angekommen – und wir mussten zum ersten mal “hintersche” anlegen, mit Mooringleinen. Und – wir haben es – schwer konzentriert – gut geschafft.

Sie haben uns hier empfangen, zwei liebe Freunde, die Martina und der Bernd.

Der Hafen liegt am nullten Längengrad und heißt deshalb so – “Greenwich”. Zu empfehlen ist er leider nicht, denn die Hafenkosten sind enorm.

Wir hatten ein paar Tage super Spass, wir gingen zu Abend essen in tolle Restaurants, unterhielten uns köstlich und wurden in eine richtig tolle Finca mit Gästehaus eingeladen. ausserdem haben wir unsere Bettwäsche bei einer kleinen Schneiderei machen lassen. Schön geworden – mit dem TRELAX – Branding.

sehr gut gegessen haben wir hier, danke an die beiden, die uns hierher entführt haben.

Schließlich wurde beschlossen, dass uns die beiden auf unsere Überfahrt auf die Balearen begleiteten.

wieder ein bisschen frei sein..… ALMERIMAR bei Almeria vom 8. – 15. Juni 2020

boah, na endlich. Geschafft. Nach dieser Einsperrerei in Puerto Sherry waren wir froh, endlich wieder eine andere Umgebung zu sehen – das hätten wir ja bereits die letzten paar Tage. Aber heimatsprechende Menschen zu treffen und sich wieder unterhalten zu können, darauf haben wir uns jetzt wirklich gefreut. Zwar war dieser Schlag nach Almerimar für mich wieder eine kleine Herausforderung, denn das Meer war doch ein wenig holprig. Egon hat fast die ganze Nacht durchgesegelt, vorbei an Marbella und Malaga, bis wir irgendwann spät nachts im Hafen von Almerimar eingetroffen sind. Ich hab leider wieder ein wenig kämpfen müssen, denn die Wellen haben mir ein bisschen zu schaffen gemacht. Dennoch haben wir dann nachts im Hafen anlegen dürfen.

Ein paar Bekannte haben wir hier getroffen, den Toni – alias “oidafoda”, mit seinem Charterkat “Cataya”, den Marcus Silbergasser “untersegeln” mit seinem klassischen Segler”NAMBAWAN”, und den Herbert mit seinem Kat “Chi”. Alle drei Profis, von den wir uns ein paar Tipps und Tricks einholen durften.

bei einem Ratsch-Quatsch-Abend nach unserer Ankunft, vereinbarten wir einen Segeltag und einen Esseneinladungstag. Auf beide Tage haben wir uns schon gefreut.

Wir unterhielten uns über die eine und andere Coronastory aber eigentlich erzählten uns die Jungs viele Chartererlebnisse.

Bis die Jungs alle zusammen Zeit hatten, nutzten wir unsere Zeit, für die TRELAX die eine oder andere Verbesserungsarbeit zu erledigen und den Hafen zu genießen…

Wir vereinbarten einen Tag, um unser neues Oxlay Segel das “Bora” zu installieren und zu segeln.

am 14. Juni liefen wir zu unserem “Boratag” aus. Und – natürlich – es war perfekt. Dankeschön für’s Alltogether.

gabs dann ein feines Dinner an Bord der TRELAX

und last but not least haben wir uns nach dieser Woche noch einen Golftag gegönnt – mit dem Toni. Danke für die schöne Zeit, die wir miteinander verbringen konnten. Wir haben uns nicht nur köstlich amüsiert sondern konnten auch wirklich gute Tipps von euch allen erfahren.

ESTEPONA in geheimer Mission🤫

Na ja – die Reisegebietserweiterung wäre erst für zwei Wochen später angesagt gewesen. Wir haben dies einfach ein bisschen vorgezogen und sind nach Estepona aufgebrochen. Vor Anker, bisschen windig, aber wirhaben uns trotzdem entschieden zu bunkern. Also sind wir mit dem Dinghy in den Hafen. Die Hafenrezeptionistin war „Not amused“ als wir ihr gesagt haben , dass wir das Dinghy hier lassen um einkaufen zu gehen. Nach einer kurzen Schnappatmung und ihrer Ansage, dass wir bitte schnell den Hafen verlassen sollten, erledigten wir unsere Schnellbunkerei auf kürzestem Wege, um keine Schwierigkeiten zu bekommen. Schnell ins Dinghy zu unserer TRELAX, duck und weg…….

Bye Bye Gib – Going Sotogrande

nach 80 Hafenfeeling waren wir froh, endlich unsere lang ersehnte „Segelfreiheit“ zu erlangen. Doch eigentlich war es ja nur erlaubt, sich innerhalb der Region zu bewegen. Für uns bedeutete das, dass wir bis nach Sotogrande segeln dürfen. Und das sind wir auch. Nachdem Jaime, der beste „Jachtie“ von Puerto Sherry, uns empfohlen hat, den Hafen anzusehen – und ja – er hatte recht. Ganz speziell und sehr schön. Irgendwie ein bisschen wie Venedig in Miami. Seht euch die Bilder an, dann wisst ihr was gemeint ist.

Einen Drink haben wir uns getraut zu nehmen. Ganz ein komisches Gefühl war dies nach diesen fast 3 Monaten “Enthaltsamkeit”. Die Lokale waren leer und die Kellner waren so sehr bemüht, Gäste ins Lokal zu ziehen. Aber da waren ja keine, außer uns…..

nach nur einem Getränk, rauschten wir mit unserem TT wieder “heimwärts” zu unserer TRELAX – der Ankerplatz war vor dem Hafen und wir hatten einen wunderbaren Sonnenuntergang, den wir, wie alle anderen zuvor, sehr genossen……

La Linea – Gibraltar – Pavol is waiting…..

Es macht Spass, das neue Leben. Von einem Ort zum andern, spannend und neugierig was wie und wo jetzt hier und da passiert. Die Corona bzw. Covid-Situation macht alles ein bisschen fraglich, vorsichtig und man bewegt sich einfach nicht ganz so mutig wie zuvor. Wir machen im Moment einfach nur die eher notwendigen bis “leichten” Schritte. Einkaufen, Besorgungen und “Sicherheitstreffen” – das sind die, bei denen wir um die “Negativen Ergebnisse” wissen.

Beeindruckend war die Reise dorthin nicht alleine deshalb, um den Verkehr durch diese Meeresenge live erleben zu können. Verrückt wieviele Riesenschiffe sich hier im Wasser tummelten, die einen nach links, die anderen nach rechts, wie auf der Autobahn geht es zu auf diesem sog. Verkehrstrenngebiet. Und plötzlich kommen wir uns so mini klein vor, neben diesen 300m Tankern……

Jedenfalls war La Linea – bzw. Gibraltar eine Pause wert, denn Pavol, unser Skipper von La Rochelle nach Puerto Sherry, war hierher unterwegs als Skipper mit einer Crew, um eine Lagoon nach Griechenland zu überstellen. Auf einen Drink und ein herzliches Hallo im Hafen von La Linea haben wir uns getroffen, ehe wir am nächsten Morgen weiter aufgebrochen sind, um nach Sotogrande zu segeln.

by the way – was für uns auch noch wichtig war…

Wenn man sich entscheidet eine längere Zeit (vielleicht auch für immer) auf dem Wasser zu leben sind plötzlich andere Gedanken im Kopf. 

Da geht es nicht mehr um Restaurantreservierungen, Urlaubsbuchungen, Kauf eines neuen Autos/Fahrrades oder um ein Abo im Fitnesszentrum. 

Ein Boot bedeutet Einschränkung und Freiheit. Die Freiheit dorthin zu segeln wo das Wetter warm, die Strände einladend und das Wasser blau ist. 

Einschränkung bedeutet zum einen der Verzicht auf viele Dinge, die einem bis dahin selbstverständlich waren. Abendessen mit Freunden, der nächste Supermarkt um die Ecke, einen Arzt und eine Apotheke im Dorf und alle Annehmlichkeiten die das Leben inmitten der Menschenmengen bietet.

Bereits die Entscheidung welcher Bootstyp es werden soll, ist nicht einfach. Generell muss überlegt werden, ob es ein Motorboot oder ein Segler werden soll. Nachdem die Entscheidung zum Segler gefallen ist, geht es darum zu überlegen ob Monohull, Catamaran oder Trimaran. Jeder dieser Bautypen hat seine Vor,- und Nachteile. Ein Monohull ist bei vergleichbarer Länge deutlich kostengünstiger, bietet aber auch weniger Platz und Komfort. Die beiden anderen Bootstypen bieten deutlich mehr Wohnfläche und vor allem eine tolle Rundumsicht. Während der Catamaran mit zwei Motoren und einfacherer Manövrierfähigkeit punktet, gibt es beim Trimaran einen tollen Technikraum, viel Platz um den Motor und sehr gute Zugänglichkeit zur Ruderanlage. 

Nach langem Abwägen haben wir uns für einen Trimaran entschieden. 

Der nächste Schritt war dann die Bootsbestellung. Ein Boot zu kaufen, ist nicht ganz so simpel wie bei einem Auto. Welcher Werft oder welchem Händler schenkt man sein Vertrauen.

Nach vielen Gesprächen habe ich mich für Trend & Travelyachting im Tirolerland entschieden. Die Jungs haben sich sehr bemüht und einen seriösen Eindruck hinterlassen. 

Beim Ausfüllen des Kaufvertrages wird der Bootstyp angekreuzt. Und dann geht es erst richtig los. Hinter jeder weiteren Option steht dann eine Zahl und dahinter ein leeres Kästchen. So ein einziges kleines Kreuzchen in so einem leeren Kästchen kann dann Kosten von mehreren Zehntausend Euros bedeuten. Und es sind viele Kästchen.

Das fängt bei den Basics wie Kabinenausbau und Navigationsgeräte an, geht über Optionen wie Generator, Lithiumbatterien, Wassermacher, Carbonmast, Heizung und Ankergeschirr weiter und endet bei jeder zusätzlichen Steckdose, Lichtschalter und Radio. 

Wenn dann die Entscheidung mit den Kästchen gefallen ist, geht es aber munter weiter.

Hafenkapitäne haben andere Wünsche wie Blauwassersegler. Bei den Hafenkapitänen ist der Komfort vorrangig und ein tolles Design am Rumpf des Bootes ist ein Muss. 

Blauwassersegler legen eher Wert auf schwereres Ankergeschirr, längere Kette, Werkezeuge, Maschinen und ein grosses Ersatzteillager. Dazu kommen dann Schnorchel,- und Tauchausrüstung, Kompressor, Nähmaschine und zusätzliche Kühlmöglichkeiten.

Ein kühles Feierabendbier ist schön und gut, aber purer Luxus. Wenn es ums Überleben geht, benötigt der Mensch Essen und Trinken. Wasser ist genügend zur Verfügung, jedoch nicht ohne weiteres trinkbar. Ein Wassermacher löst das Problem und ist fast auf jedem grösseren Boot verbaut. Mit diesem tollen Gerät wird Wasser aus dem Meer entnommen, gefiltert und gereinigt, das Salz entzogen und in den Wassertank des Bootes gepumpt. Leider gehen dabei auch die wertvollen und für den Menschen wichtigen Mineralstoffe verloren.

Das Wasser kann zum Duschen, Wäsche oder Geschirr waschen oder ähnliches verwendet werden. Zur Not kann man es auch trinken. Ergo dessen bleibt nur, das Mineralwasser in den Häfen zu kaufen, Plastikflaschen und Kanister zu schleppen und den Müll wieder zu entsorgen, wenn man gute Trinkwasserqualität haben will.

Mit diesem Zustand war ich nicht einverstanden und habe ein bisschen im Internet gestöbert. Sehr schnell bin ich auf BWT gestossen, habe eine Telefonnummer gefunden und meine Situation geschildert. “Wir haben dafür eine Lösung“, war die Antwort am anderen Ende der Leitung. Unkompliziert wurden mir die benötigten Teile, ein anderer Wasserhahn, zusätzliche Filter und Patronen zugesandt. Der Umbau auf dem Boot war auch nicht kompliziert. Nun saugen wir aus dem Frischwassertank des Bootes Wasser an, dieses wird nochmals gereinigt und dann mit Mineralien angereichert. Mit dem Ergebnis sind wir wirklich happy. Wir brauchen keine Wasserflaschen zu kaufen, nicht zu schleppen und verursachen keinen Müll.

Natürlich waren wir auch mit dem billigen Standard-Gasbackofen nicht einverstanden. Der taugt gerade mal um Brötchen aufzubacken und selbst da bin ich mir nicht sicher. Der Einbau von einem Miele Dampfgarer war also vorprogrammiert.

Genauso verhält es sich mit der Waschmaschine. Das Alibigerät, das vom Hersteller vorgeschlagen wird, reicht gerade einmal um einen Bikini und eine Badehose zu waschen. Auch da musste eine ordentliche 6 Kilogrammmaschine verbaut werden, auch von Miele

Nicht zu vergessen sind die Navigations,- und Sicherheitsutensilien. Da haben wir zu 100% auf die Firma Ober Yachtelektronik gesetzt und wurden perfekt beraten und betreut. Neben Plottern, Navtex und Funkgeräten haben wir selbstverständlich auch automatische Schwimmwesten mit Peilsendern, Rettungsinsel und Signalmittel an Bord.

Da kommt das Eine zum Anderen und am Ende geht es dann noch um das Dinghy. Hafenkapitäne können sich mit einem 3-Meterdinghy und einem Elektromotor behelfen, um vom Ankerplatz ins nächste Restaurant zu kommen. Bei Blauwasserseglern ist das Dingi eine Lebensversicherung und wird für Personentransporte und Einkäufe bei jeder Witterung benötigt. Daher fiel bei uns die Entscheidung auf ein Hypalon Highfield 390 mit eine 60 PS starken Hondamotor. 

Neben all diesen Dingen haben wir ein paar Masken, Schnorchel und Flossen, sowie E-Scooter für unsere Gäste gekauft. Natürlich darf auch eine Drohne, Unterwasserdrohne, Reefsurfer und  Funboard genauso fehlen wie die Unterwaserscooter oder Standup Paddleboards. 

Bereits die Vorbereitung war sehr zeitaufwändig. Immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist uns Christian Grassl von Trend & Travel Yachting.

Hasta otra – Puerto Sherry – Adiós

wir beschließen Puerto Sherry zu verlassen und loszusegeln. Nachdem die Phase 3 der Covid19-Aufbaustufe erreicht wird – in Kürze – machen wir segelernst. Es war eine mega schöne Zeit, eigentlich, in diesem kleinen Hafen. Wir konnten das Schiff nach unseren Vorstellungen präparieren (Sonnensegel, Stufen,…… wie in den Berichten zuvor ja beschrieben) und reparieren und stellten fest, dass wir eigentlich fast täglich ganz schön was zu tun hatten. Unter anderem lernten wir das Boot auch noch so kennen, dass wir sogar Wasserpumpen reparieren können.

Also wir heißt Team-Trelax, bestehend aus Egon, der der repariert und aus Alex, die Gibstma. Wahrscheinlich bin eine schlechte “Reparateurin” und Mechanikerin, ABER die weltbeste Gibstma. Ich kenne mittlerweile Schrauben, von denen ich noch nie zuvor gehört habe. Ich kenne Werkzeug, wovon ich nicht gewusst habe, dass es das gibt, und ich bin Weltmeister im Leitertreppen rauf und runtersteigen weil alle Werkzeuge im Keller – sprich Maschinenraum sind. Tja, newlife started.

Wir verabschiedeten uns von unseren gaaaanz herzigen und herzlichen und vor allem in drei Monaten den einzigen Nachbarn am Pontoon F – Natalia und Thierry. Am 1. Juni 2020 brachen wir alle Covid19 Regeln und waren auf ihrem Boot eingeladen zu einem Abschiedsflascherl Champus und Wein und Tapas und ! Landjäger ! Gracias muchos caros vecinos.

THANK YOU – PUERTO SHERRY