Capo d’Orlando – Sizilien

Erst wollten sie schon ein bisschen viel für eine Übernachtung im Hafen, jetzt bleiben haben wir einen Hafenplatz für einen sehr akzeptablen Preis bis Ende Februar. Wir haben uns mit des Jungs hier geeinigt und beschlossen, den Winter über hier zu bleiben. Corona ist ja auch wieder unsympatisch aktiv und drum haben wir uns gedacht, es ist hier recht praktisch. Das Risiko weiterzufahren und dann nicht wissen wo wir “Winterparken” können ist uns zu gross.

Passt, es ist warm, der Platz ist gut und zu den Äolischen Inseln ist es für einen Tagesausflug auch nicht zu weit.

Lipari und dann weiter nach Sizilien

am Samstag, den 17. Oktober wollen wir nach Lipari. Auf geht’s. Oxley setzen, Angel auswerfen – Egon sieht sich die Autorennen an und ich halte die Stellung am Steuer.

Plötzlich rüttelt die Angel und ich dachte ein Fisch würde sich verfangen. Es beruhigte sich wieder. Ca 20 min später rüttelte die Angelrute wieder…….yeääääih – unser Abendessen 🤗 OMG war das aufregend, so ein schönes Teil….. ein Mahi-Mahi oder Goldmakrele, voller Stolz machte ich mich an die Arbeit, ausnehmen, filetieren. Das Gute an diesem Fisch ist, dass er keine Schuppen hat und quasi keine Gräten. Die Filets wurden gleich auf Eis gelegt und vorbereitet eingekühlt für unser Abendessen.

Nach diesem Fang war mein Adrenalinspiegel doch noch höher als normal, aber ich beruhigte mich dann doch bald wieder.

Leider haben wir keinen wirklich keinen guten Ankerplatz gefunden. Steilküsten, 12m mindestens Tiefe, windig, unsicher, wir fühlten uns nicht wohl und beschlossen kurzerhand gleich nach Sizilien weiterzufahren. Der Wind war genial und passte uns super gut ins Konzept. Auf die Segel und los geht’s.

Und unglaublich – 2 Stunden 20min später haben wird den Anker vor der Marina in capo d’Orlando geworfen. Hammer, war das ein schöner Schlag.

Der Schwell zum Schlafen war dann relativ ungemütlich, aber ich war so müde, dass mir das nichts ausgemacht hat.

Am nächsten Tag fahren wir einmal in den Hafen und schauen uns einmal um

Noch ein längerer Schlag, dann ist es wieder wärmer…..

Von Agropoli zu den Äolischen Inseln (15. – 16. Oktober 2020) war der Plan, eine TagundNachtfahrt war der Plan, ein super Wind, war vorausgesagt – perfekt. Alles lief wie am Schnürchen.

Der Wind war perfekt, die Segel mussten anfangs eingestellt werden und danach lief es dahin,… Der Zeitplan war ca 18-20 Stunden, so dass wir zwischen 8 und 10 Uhr morgens ankommen. Es lief wie am Schnürl und der Wind kam immer aus der selben Richtung, die Segel waren gesetzt und benötigten keine Korrektur. Der Egon machte durch und hielt bis zur Ankunft die Stellung. Ankunft war bereits um 0500 Uhr!!!! – Hammer. Allerdings hat Egon eine Schleichfahrt bis um 0700 machen müssen, da es stockdunkel war und unmöglich zu Ankern. (leider war ich einmalmehr ein schlechter Matrose und Wachablöser, denn mein Kreislauf hat die Wellen nicht soo ganz gepackt, musste leider liegen….. aber irgendwann schaffe ich das, ich weiß es……bald…….)

um 0715 haben wir den Anker in einer Bucht von Filicudi, eine kleine der Äolischen Inseln gesetzt. Da hat sich Egon redlich einen lange Runde Schlaf verdient – ich bewundere ihn immer nach solchen Aktionen – Danke! fürs sicher fahren.😘

Bei warmem Sonnenschein und einer Wassertemperatur von 22 Grad haben wir es wirklich geschafft, dem Sommer noch ein wenig hinterherzufahren. So sehr fein.

Agropoli

Zügig geht’s weiter in den Süden, auf nach Sizilien. Hier in Agropoli haben wir wieder Unterschlupf gefunden um nicht bei einem Gewittersturm auf offener See treiben zu müssen.

Hier in Agropoli haben wir uns wohl gefühlt, die Menschen hier haben uns sehr freundlich aufgenommen. Der Hafen ist ein Gemeindehafen und ist bei zwei “Übernachtungen” für 90 € super günstig (das heißt die erste Nacht ist frei und am nächsten Tag zahlt man €90,-) Der Marinero hat sich auch sehr bemüht und uns echt nett unterstützt. Die Anlage ist zwar alt und eher ein bisschen wackelig (Wasser, Strom) aber letztendlich war es für uns ein guter Zwischenstopp mit gutem “Dachübermkopf”

Ischia – San Angelo

war für uns ein Highlight. Zum Einen ist die Insel an sich sehr schön und die Gastfreundlichkeit war herausragend. Auf Empfehlung von Freunden wollten wir in diesem Lokal im Hafen eine Pizza essen, aber leider war dieses Angebot nur im Hochsommer, ansonsten italienisch Küche, a la carte. Wir wollten aber eine Pizza, und der Kellner hat uns auf Nachfragen einen richtigen Geheimtip verraten. So waren wir echt froh, gestern keine Pizza bekommen zu haben. A Pasquale hat Pizzen zubereitet wie wenn er ein Kobe-Rind-Steak mit Trüffeln und Kartoffeln aus Ile de Re anrichten würde. Echt der Hammer.

Eine Nacht vor Anker, bevor wir wieder weiter fuhren. Wir waren uns nicht sicher ob wir uns Capri und die Amalfiküste ersegeln wollten, aber nachdem es echt nicht sonnig war, bisschen ungemütlich und bedeckt, keine Aussicht in den nächsten paar Tagen auf Änderung, haben wir kurzum beschlossen weiter zu fahren, um dann die Sonne doch noch geniessen zu können.

Nach Ventotene über Ponza

Das Wasser wird schon wärmer, um 0,5 Grad, das heißt 20,5 bzw. zeitweise auch schon 21. die Sonne hat noch Kraft, wenn sie scheint. Auch in Ponza, ein ganz herziger Hafen, in dem wir Brot gekauft haben und uns mit dem Dinghy den Minihafen angeschaut haben. Aber dennoch war unser Ankerplatz nicht allzu attraktiv, zumal wir ja eigentlich weiter wollten. Somit – Anker auf und in Richtung Ventotene. In unserer “Segelapp-Navily” hieß es, dass im Hafen von Ventotene der Anlegeplatz der Gemeinde gratis wäre, aber vor Anker eine Gebühr verlangt würde. Also war der Anlegeplatz für uns das Ziel.

Und tatsächlich zeigte uns der Marinero wo unser Platz ist. Natürlich gabs keine Anlegeunterstützung, aber ich war ganz stolz auf mich und natürlich auf Egon, wie wir unser Manöver gemeistert haben.

Dafür rauschten wir dann mit den Scootern in das Dorf und schlenderten ein bisschen durch. Sehr nice, aber leider war der Virus auch hier nicht spurlos vorübergegangen.

Wir genossen einen Drink von einem Aussichtspunkt, machten uns was feines zum Abendessen und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor, an dem es weiter südwärts gehen soll.

Civitavecchia – Ostia – Tiber

Es wurde immer kühler und Herbst. Das wollten wir nicht und beschlossen dem Sommer nachzufahren und hofften, Ihn noch zu erreichen. Also hieß es für uns going south, relativ zügig. Weil aber wieder ein neuer Sturm angesagt war, kalkulierten wir einen Tagestrip nach Ostia bzw. in den Tiber nach Fiumicino um dort abzuwettern. und – es war gut so. Der war einer der heftigeren Lüfte, die wir erleben durften.

Die Einfahrt vom Meer in die Flussmündung war verwegen tricky. Die Welle von “außen” – dem Meer, und die Gegenströmung von “innen” – dem Tiberfluss versprachen eine echte Herausforderung, zumal die Kartentiefe ein bisschen über 2 m (bei unserem Tiefgang von 1,90m) beträgt. Nach einer gewissen Anspannung, die wir beide ohne Worte gegenseitig verspüren konnten, war dann die Schönheit der Fauna des Flusses und des besonderen Flairs und Ausstrahlung dieses Flusses die Belohnung.

Gut vertäut, aber dennoch hat es uns hin und her gezogen und gezerrt. Und wieder, alles gehalten, alles gut und nix passiert. Dieser Hafen in Fiumicino “Porto Rom” war ein Highlight in dieser Tibermündung; hübsch und gepflegt angelegt und sehr sauber. Der Marinero, ein Künstler im Seilwerfen und Anlegenhelfen.

Wir haben, weil unser Steuerstand auf der Steuerbordseite ist, auch so angelegt. Tja, aber hier war das leider verboten. Der Marinero war dann ganz schnell hier, um uns zu erklären, dass wir umdrehen müssen und auf der Backbordseite anlegen müssen. Ungern und mit der Bitte uns zu helfen war er derjenige, der eine perfekte Leinenarbeit absolviert hat……

Sicher angelegt haben wir uns dann in das Restaurant im Hafen mit einem feinen Abendessen belohnt, und es war richtig gut. Glücklich und beruhigt gingen wir schlafen und verweilten an diesem Steg noch weitere 2 Tage.

Ich nützte das schlechte Wetter um unsere Tiefkühltruhe wieder mit Goodies zu füllen, was mir natürlich wieder Megaspass gemacht hat.

Richtung Porto Santo Stefano über Giglio

Wir erwarten wieder einmal einen Sturm mit Unwetter. Also ist eine Bucht mit Windabdeckung von Vorteil. Über Giglio – der “Unfallinsel” der Costa Concordia segelten wir ganz gemütlich in Richtung Festland. Monte Argentario am Festland, darunter eine Bucht nach dem Porto Santo Stefano war unser Ziel.

Ganz froh waren wir darüber, dass trotz des Sturmes und Gewitters unser Anker wieder einmal mehr uns super gehalten hatte, so dass wir gut schlafen konnten. Nach drei Tagen rauschten wir weiter…….