Wohin des Weges?

Unser Plan war, als nächstes nach Capo d’Orlando zu segeln, im Hafen unsere bestellten Pakete (und nach 4 Monaten endlich auch das Weihnachtsgeschenk von Egon) abholen und dann in Richtung Kalabrien, Apulien zu segeln, um dort die Gegend zu erkunden. Doch die Voraussicht, dass die Italiener über Ostern wieder auf “Rot Zone” umstellen, was das heißt, dass wir uns wieder nicht bewegen dürfen, war bitter. Zufälligerweise lernten wir einen österreichischen Segelkollegen kennen, der ebenfalls die Sturmfront in Palermo abwetterte. Er erzählte uns, dass er nach auf dem Weg nach Kroatien ist, weil er dort einen Crewwechsel hat, er ist ein sogenanntes “Kojencharter”-Anbieter. Man kann mit ihm für Geld mitsegeln. Er hat uns erzählt, dass in Kroatien die Coronasituation relativ entspannt sei und segeln ist erlaubt. Eine neue Situation stellte sich dar. Wir haben uns eingelesen und erst einmal die kroatischen Gepflogenheiten studiert. Ziemlich überrascht und eigentlich ein wenig konsterniert waren wir über die “Gebüren” in diesem Land; eine Vignette, damit man segeln darf, eine Kurtaxe, eine Fischerkarte, … Alles in allem ein stolzer Preis. Wir trafen am nächsten Tag nochmals die “Auroras” und haben eigentlich schon fast beschlossen, nicht nach Kroatien zu fahren. Hartnäckig hat uns der Hubert dann auf uns eingeredet, wie schön doch das Land sei und wie sehr wir es sicherlich bereuen würden, nicht zu fahren.

Eine Nacht haben wir darüber geschlafen – und beschlossen doch loszusegeln. Am 24. März hieß es wieder einmal mehr “Leinen los”!

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