Lipari und dann weiter nach Sizilien

am Samstag, den 17. Oktober wollen wir nach Lipari. Auf geht’s. Oxley setzen, Angel auswerfen – Egon sieht sich die Autorennen an und ich halte die Stellung am Steuer.

Plötzlich rüttelt die Angel und ich dachte ein Fisch würde sich verfangen. Es beruhigte sich wieder. Ca 20 min später rüttelte die Angelrute wieder…….yeääääih – unser Abendessen 🤗 OMG war das aufregend, so ein schönes Teil….. ein Mahi-Mahi oder Goldmakrele, voller Stolz machte ich mich an die Arbeit, ausnehmen, filetieren. Das Gute an diesem Fisch ist, dass er keine Schuppen hat und quasi keine Gräten. Die Filets wurden gleich auf Eis gelegt und vorbereitet eingekühlt für unser Abendessen.

Nach diesem Fang war mein Adrenalinspiegel doch noch höher als normal, aber ich beruhigte mich dann doch bald wieder.

Leider haben wir keinen wirklich keinen guten Ankerplatz gefunden. Steilküsten, 12m mindestens Tiefe, windig, unsicher, wir fühlten uns nicht wohl und beschlossen kurzerhand gleich nach Sizilien weiterzufahren. Der Wind war genial und passte uns super gut ins Konzept. Auf die Segel und los geht’s.

Und unglaublich – 2 Stunden 20min später haben wird den Anker vor der Marina in capo d’Orlando geworfen. Hammer, war das ein schöner Schlag.

Der Schwell zum Schlafen war dann relativ ungemütlich, aber ich war so müde, dass mir das nichts ausgemacht hat.

Am nächsten Tag fahren wir einmal in den Hafen und schauen uns einmal um

Agropoli

Zügig geht’s weiter in den Süden, auf nach Sizilien. Hier in Agropoli haben wir wieder Unterschlupf gefunden um nicht bei einem Gewittersturm auf offener See treiben zu müssen.

Hier in Agropoli haben wir uns wohl gefühlt, die Menschen hier haben uns sehr freundlich aufgenommen. Der Hafen ist ein Gemeindehafen und ist bei zwei “Übernachtungen” für 90 € super günstig (das heißt die erste Nacht ist frei und am nächsten Tag zahlt man €90,-) Der Marinero hat sich auch sehr bemüht und uns echt nett unterstützt. Die Anlage ist zwar alt und eher ein bisschen wackelig (Wasser, Strom) aber letztendlich war es für uns ein guter Zwischenstopp mit gutem “Dachübermkopf”

Ischia – San Angelo

war für uns ein Highlight. Zum Einen ist die Insel an sich sehr schön und die Gastfreundlichkeit war herausragend. Auf Empfehlung von Freunden wollten wir in diesem Lokal im Hafen eine Pizza essen, aber leider war dieses Angebot nur im Hochsommer, ansonsten italienisch Küche, a la carte. Wir wollten aber eine Pizza, und der Kellner hat uns auf Nachfragen einen richtigen Geheimtip verraten. So waren wir echt froh, gestern keine Pizza bekommen zu haben. A Pasquale hat Pizzen zubereitet wie wenn er ein Kobe-Rind-Steak mit Trüffeln und Kartoffeln aus Ile de Re anrichten würde. Echt der Hammer.

Eine Nacht vor Anker, bevor wir wieder weiter fuhren. Wir waren uns nicht sicher ob wir uns Capri und die Amalfiküste ersegeln wollten, aber nachdem es echt nicht sonnig war, bisschen ungemütlich und bedeckt, keine Aussicht in den nächsten paar Tagen auf Änderung, haben wir kurzum beschlossen weiter zu fahren, um dann die Sonne doch noch geniessen zu können.

Nach Ventotene über Ponza

Das Wasser wird schon wärmer, um 0,5 Grad, das heißt 20,5 bzw. zeitweise auch schon 21. die Sonne hat noch Kraft, wenn sie scheint. Auch in Ponza, ein ganz herziger Hafen, in dem wir Brot gekauft haben und uns mit dem Dinghy den Minihafen angeschaut haben. Aber dennoch war unser Ankerplatz nicht allzu attraktiv, zumal wir ja eigentlich weiter wollten. Somit – Anker auf und in Richtung Ventotene. In unserer “Segelapp-Navily” hieß es, dass im Hafen von Ventotene der Anlegeplatz der Gemeinde gratis wäre, aber vor Anker eine Gebühr verlangt würde. Also war der Anlegeplatz für uns das Ziel.

Und tatsächlich zeigte uns der Marinero wo unser Platz ist. Natürlich gabs keine Anlegeunterstützung, aber ich war ganz stolz auf mich und natürlich auf Egon, wie wir unser Manöver gemeistert haben.

Dafür rauschten wir dann mit den Scootern in das Dorf und schlenderten ein bisschen durch. Sehr nice, aber leider war der Virus auch hier nicht spurlos vorübergegangen.

Wir genossen einen Drink von einem Aussichtspunkt, machten uns was feines zum Abendessen und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor, an dem es weiter südwärts gehen soll.

Civitavecchia – Ostia – Tiber

Es wurde immer kühler und Herbst. Das wollten wir nicht und beschlossen dem Sommer nachzufahren und hofften, Ihn noch zu erreichen. Also hieß es für uns going south, relativ zügig. Weil aber wieder ein neuer Sturm angesagt war, kalkulierten wir einen Tagestrip nach Ostia bzw. in den Tiber nach Fiumicino um dort abzuwettern. und – es war gut so. Der war einer der heftigeren Lüfte, die wir erleben durften.

Die Einfahrt vom Meer in die Flussmündung war verwegen tricky. Die Welle von “außen” – dem Meer, und die Gegenströmung von “innen” – dem Tiberfluss versprachen eine echte Herausforderung, zumal die Kartentiefe ein bisschen über 2 m (bei unserem Tiefgang von 1,90m) beträgt. Nach einer gewissen Anspannung, die wir beide ohne Worte gegenseitig verspüren konnten, war dann die Schönheit der Fauna des Flusses und des besonderen Flairs und Ausstrahlung dieses Flusses die Belohnung.

Gut vertäut, aber dennoch hat es uns hin und her gezogen und gezerrt. Und wieder, alles gehalten, alles gut und nix passiert. Dieser Hafen in Fiumicino “Porto Rom” war ein Highlight in dieser Tibermündung; hübsch und gepflegt angelegt und sehr sauber. Der Marinero, ein Künstler im Seilwerfen und Anlegenhelfen.

Wir haben, weil unser Steuerstand auf der Steuerbordseite ist, auch so angelegt. Tja, aber hier war das leider verboten. Der Marinero war dann ganz schnell hier, um uns zu erklären, dass wir umdrehen müssen und auf der Backbordseite anlegen müssen. Ungern und mit der Bitte uns zu helfen war er derjenige, der eine perfekte Leinenarbeit absolviert hat……

Sicher angelegt haben wir uns dann in das Restaurant im Hafen mit einem feinen Abendessen belohnt, und es war richtig gut. Glücklich und beruhigt gingen wir schlafen und verweilten an diesem Steg noch weitere 2 Tage.

Ich nützte das schlechte Wetter um unsere Tiefkühltruhe wieder mit Goodies zu füllen, was mir natürlich wieder Megaspass gemacht hat.

Richtung Porto Santo Stefano über Giglio

Wir erwarten wieder einmal einen Sturm mit Unwetter. Also ist eine Bucht mit Windabdeckung von Vorteil. Über Giglio – der “Unfallinsel” der Costa Concordia segelten wir ganz gemütlich in Richtung Festland. Monte Argentario am Festland, darunter eine Bucht nach dem Porto Santo Stefano war unser Ziel.

Ganz froh waren wir darüber, dass trotz des Sturmes und Gewitters unser Anker wieder einmal mehr uns super gehalten hatte, so dass wir gut schlafen konnten. Nach drei Tagen rauschten wir weiter…….

ELBA Porto Azzurro und Marina del Campo

Rund um Elba sind wir gesegelt und haben und erst in Porto Azzurro 28. September und dann in Marina del Campo am 29. und 30. September 2020 umgesehen. Es war schon ein bisschen frisch, und das Wasser hatte nur noch knappe 20 Grad. Angenehmes Schwimmen war nicht mehr wirklich, aber wir haben die Schönheit dennoch genießen können.

Hier in Porto Azzurro war der Ankerplatz sehr herzig und idyllisch. Mit unserem “TTT” sind wir in den “Hafen” gefahren, auf einen “Walk” – der sich in Grenzen hielt, weil sehr klein, aber ein Getränk in dem Lokal am Strand ging sich aus. Das Abendessen nahmen wir am Boot ein, es war einfach nicht sehr gemütlich da. Die Bucht per se war dafür sehr angenehm und vor allem “schwellfrei”. Schließlich blieben wir über Nacht.

Next Stop – Marina del Campo

Marina del Campo war ein schöner, aber verhältnismäßig schwelliger Ankerplatz. Wir besuchten das Dörfchen. Wie auch in Porto Azzurro war es hier postsaisonal, wenig los und corona-ausgestorben. Viele Geschäfte die leider geschlossen, ausgeräumt und leer oder “zu vermieten” waren. So sehr schade, aber dieser Anblick begleitete uns leider den ganzen Sommer. Aber nachdem jetzt auch keine Touristen herum waren, sah dieses Bild sehr traurig aus.

Wir blieben hier für 2 Nächte, und warteten ein Stürmchen ab…..

Nachdem wir es sehr genossen haben, einfach einmal nur zu lesen und nichts zu “erledigen” hatten , wollten wir eigentlich nach Pianosa. Nachdem wir in unserem Navily, der “Ankerinformationseglerallesapp” nachgelesen haben, sind wir draufgekommen, dass man da nicht einfach so hinfahren kann. Denn: auf dieser Insel sind Strafgefangene, die wegen “guter Führung” dorthin belohnt werden. Dort gibt es ein Restaurant, welches von diesen Häftlingen betreut wird, und anscheinend sensationelle Köche dort auch für Caterings eingesetzt werden. Aufgrund dessen darf man sich als Segelboot nicht näher als 2 Meilen dieser Insel nähern sondern nur mit gebuchten Ausflugsbooten dort anlanden. Nachdem aber der September Nachsaison ist, war die Frequenz der Ausflugsboote sehr klein und das Wetter war jetzt für uns nicht so einladend. Also haben wir diese Excursion gestrichen und sind in Richtung Giglio gesegelt.

KOSRIKA von Bonifacio nach Sant Florent

Als wir am 12. September in Korsika ankamen, war unser erstes Ziel die Inseln “Iles Lavezzi”, als wir dann da ankamen empfing uns ein Felsenhaufen, hm, daraufhin nahmen wir dann die Insel daneben, “Ile Cavallo” – und – as you can see – zeigte sich hier dieses Land von der entzückendsten Seite. Die Bucht, in der wir hier gelandet sind war einfach nur schön. Die schönste, seit dem wir unterwegs sind. Nicht nur die Bucht, auch das “Haus” darin war beeindruckend, es glich dem der Flintstones – seht es euch an, wir waren dermaßen begeistert…. und wie es sich bei einem Empfang gebührt, war unser Abendessen begleitet von einem wunderbaren Phélan Ségur – vielen Dank an Tanja und Lorenzo 😘

BONIFACIO 13. September 2020

Die imposanteste Küste bis jetzt war die von Bonifacio. Wir tuckerten ganz gemächlich dieser entlang und waren einmal mehr fasziniert, von all diesen Felsformationen dieses Archipels. Aber Achtung, es sei große Vorsicht erbeten, diese Felsen sind tückisch, und wenn man zum einen die Karte nicht genau studiert und zum Anderen niemand am Ausguck sitzt, kann das gelegentlich ganz schön gefährlich sein, … wir hatten großes Glück, als wir diesen Stein, der nicht in der Karte eingezeichnet war, knapp passiert haben. Alles gut gegangen, allerdings waren wir für kurze Zeit ganz schön unter Schock gestanden.

Wir beschlossen in den wunderbaren Hafen zu fahren, und dort zu ankern. Ankern? , na ja, wir entdeckten eine Bucht vor dem Hafen, allerdings hiess es “römisch-katholisch” anlegen.was da bedeutet : vorne ankern und “hinten” werden Landleinen gelegt, in unserem Fall hieß das für mich, nimm die Leine, schwimm an Land und befestige diese an Land. Dies ist in verschiedenen Varianten möglich, in unserem Fall waren dort Metallringe in die Felsen gemeißelt, in der wir die Leinen befestigen konnten.

Nebenbei erwähnt, wäre es im Nachhinein besser gewesen die bereitliegende Muring-Leine zu nehmen, als den Anker zu werfen, das wurde uns allerdings erst am nächsten Tag klar, als wir den Anker lichten wollten, und festgestellt haben, dass wir eine solche Leine eingeankert haben. Gott sei Dank konnten wir dieses Problem schnell lösen, in dem wir die Leinen einfach ausgehängt haben.

S A R D I N I E N CARLOFORTE – SANT’ ANTIOCO – PULA

25. August

Eingelaufen in Carloforte später Vormittag. Viva Italia.

Die italienische Flagge wurde von Egon gehisst (natürlich bereits auf der Überfahrt) Es ist der Respekt und der Anstand, der dem Land, in das man einreist gebührt; seine Landesflagge wird an der steuerbord Saling aufgezogen. An der backbord Saling weht die, aus dem Land die Crew kommt, und achterlich steuerbord steckt die Fahne aus dem Land, in dem das Boot angemeldet ist.

Bei 27°C Lufttemperatur und 26°C Wasserwärme nahmen wir erst einmal ein “Anlegebad” zur Ankunft in der Bucht von Carloforte.

Anschließend wurde unser TTT (Tender to Trelax) Dinghy zu Wasser gelassen und damit in den Hafen von Carloforte gefahren. (In Coronazeiten muss man, soll man, kann man, würde man, eventuell, vielleicht – anmelden. 48 Stunden vor Einreise muss man, soll man, kann man, würde man,… ein Formular ausfüllen, damit man einen QR-Code bekäme und somit unten den “Bewegungsfittichen” der nationalen Behörde wäre…)

So, wir waren dann da. In Sardinien.

Die freundliche Dame an der Reception in der Capitaneria in Carloforte hat uns einen Termin mit Andrea, dem Volvo Service Mann in “Sant Antioco”, am Freitag vereinbart. Das heißt wir mussten am Donnerstag Nachmittag dorthin fahren, damit über Nacht der Motor auskühlen kann. Also übernachteten wir noch einmal in dieser Bucht und genossen das wunderbare Wetter und das Wasser. Mit Schwimmen und gutem Essen lässt sich das leicht aushalten.

27. August

auf nach Sant Antioco. Andrea hat die Werkstatt und eine Tankstelle an im Hafen und wir können dort direkt anlegen.

Die Fahrt hierher war an sich ruhig, der Wind anfangs auch. Doch nahm dieser stündlich zu und letztendlich hatten wir in der Hafeneinfahrt, die ca. 3 Meilen lang war, um die 25 – 30 Knoten. Laut war es plötzlich um die Ohren und Egon rief den Andrea an, um uns beim Anlegen zu helfen. Als wir ankamen, standen die Jungs zu zweit am Steg und unterstützen uns perfekt.

Egon bewegte die TRELAX mit einer konzentrierten Ruhe langsam und kontrolliert an den Steg. Mit großer Mühe des Bugstrahlruders gegen den drückenden Wind konnte er das Schiff ganz langsam anfahren, und erst warf mir einer der Männer das vordere Seil zu um es an der Klampe zu fixieren – geschafft, jetzt das hintere Ende anbinden und dann noch zur Sicherheit in der Mitte. Yeeeh, erledigt, kann nix mehr passieren. Die TRELAX passte genau, die Bugspitze war mit dem Anfang und die Heckspitze mit dem Ende des Steges bündig. Na bravo. Angelegt.

Abends, als wir dann noch “schnell” das Schiff mit dem Kärcher vom Ärgsten sauber gemacht haben, beschlossen wir noch eine Pizza zu wollen. Mit den E-Scootern machten wir uns auf die Suche des uns empfohlenen Lokales. Es war ein guter Tip und wir konnten satt und entspannt schlafen gehen.

28. August 2020

Der Garantieservice von dem Volvo-Penta-Motor wurde von den Jungs von Andrea perfekt erledigt. Sie arbeiteten sehr sauber (legten ihre Tritte am Boot überall mit sauberen Kartons aus und gingen mit Socken durch, auch im Motorraum war alles gut gearbeitet)

Ich war während der Zeit im Supermarkt, wieder einmal mehr bunkern. Zurückgekommen, waren die Männer fertig und wir konnten gemütlich, ohne Sturm und Böen ablegen und wieder weitersegeln.

wir konnten wieder die Segel setzten und den Wind bei ca. 15 Knoten nutzen. Er trieb uns in die Buch “Punta die Malfatano”. Herrlich, ein gemütlicher Sardinientripp-Beginn. Runter mit unseren SUP’s und hinein in das wunderbare Wasser.

Abends machten wir bei unsere SUPtour das erste mal Bekanntschaft mit sog. “Spiegeleiquallen” – na danke, so habe ich auf einen abendlichen Fitnessschwumm dankend verzichtet und bewegte mich via Paddel auf dem Bord weiter. Eigentlich sieht ja das Viech schön aus, aber irgendwie wäre ich froher gewesen, es nicht entdeckt zu haben.

29. August 2020

Wir trafen dort Markus Silbergasser ( #untersegeln) mit seiner NAMBAWAN – einer unser “Borahelfer” aus Almerimar in Spanien. Die Buch war hübsch, aber leider sehr windig und der Schwell machte mit ein wenig zu schaffen. Dennoch hat es uns riesig gefreut, den Markus wiederzusehen.

Das macht dieses “segelnde herumtingeln” so schön, immer wieder neue Menschen kennenzulernen und meistens sieht man sich wieder. Manche öfter, manche nicht. Der Markus zählt zu den Öfteren.

Zeit für was Neues…

unser ururursprünglicher Plan war ja eigentlich, heuer bis nach Griechenland zu segeln und dann im September wieder zurück nach Gibraltar, hinunter zu den Canarischen Inseln und dann zu den Kap Verden und dann den Atlantik zu überqueren. Daß wir diesen Plan nicht einhalten können, war uns spätestens im März beim Lockdown klar geworden. Deshalb haben wir uns auch so lange in Mallorca aufgehalten.

Der nächste, nur noch ursprüngliche Plan, den wir dann vorhatten war, nach Mallorca dem spanischen Festland entlang wieder zurück nach Spanien, nach Gibraltar, zu den Kap Verden und dann über den Teich.

So, erstens, zweitens, und weil aller guten Dinge drei sind, sind wir, dank Coronas zweiter Welle zu dem Entschluss gekommen, erst im nächsten Jahr den Teich zu überqueren. Das Risiko der Ungewissheit ist uns einfach zu groß erschienen, vor einer Insel nicht ankern zu dürfen, keinen Diesel und Lebensmittel zu bekommen, einfach wie beim Lockdown, wie viele Segelkollegen, wieder zurückgeschickt zu werden.

Somit haben wir beschlossen, unseren Reiseplan in Richtung Sardinien, Corsica und Elba zu verlegen. Anschließend die Ostküste Italiens wieder hinunter. Erst einmal. Den Winter über wahrscheinlich in Sizilien zu verbringen ist für uns, dank einer Idee eines befreundeten Seglerpaares, ein mögliche Variante geworden, und wir denken diese ist auch temperaturmäßig eine denkbare Alternative. Nur keinen Schnee – den haben wir nicht mehr auf unseren Radarschirmen und auch gar keine Kälte….

Von nun an lassen wir uns weiter treiben und überraschen.

AUF NACH SARDINIEN…

die Überfahrt war vor allem “großwellig” aber nicht unangenehm. Egon war wieder der große “Durchmacher”. Wir waren 37 Stunden auf dem Weg, sind am Sonntag sehr früh losgefahren und waren doch einige Zeit unter Segel. Nachts lief es mega gut und aus den geplanten 48 Stunden wurden eben 37. Wir schafften es schließlich gerade noch vor Dämmerung zu Ankern – vor der kleinen vorgelagerten Insel vor Sardinien – in Carloforte. Dankeschön lieber Egonschatz für die gute Überfahrt. 😘